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Wie lerne ich für eine Klassenarbeit?

Die ehrliche Antwort lautet: Nicht mehr lernen, sondern anders. Fast alle lernen für eine Klassenarbeit, indem sie den Stoff noch einmal von vorne durchgehen - und verbringen damit den größten Teil der Zeit mit dem, was sie schon können.

Lesezeit

4 Minuten

Thema

Klassenarbeit

Von

Scooly

Klassenarbeit

Kurz gesagt

  • Schreib auf, was drankommt. Aus dem Stoffumfang der Lehrkraft, sonst aus dem Heft.
  • Prüf zu jedem Punkt einmal ohne Hilfsmittel, ob du ihn kannst. Das dauert eine Stunde.
  • Übe nur noch die Punkte, bei denen die Antwort nein war.

Schritt 1: herausfinden, was drankommt

Klingt banal und ist der Schritt, den die meisten überspringen. In der Regel kündigt die Lehrkraft die Klassenarbeit etwa eine Woche vorher mit dem Stoffumfang an - manchmal als Liste an der Tafel, manchmal als Blatt, manchmal nur mündlich. Wer diese Ankündigung nicht festhält, lernt danach auf Verdacht.

Wenn du sie nicht hast, rekonstruier sie aus dem Heft: Was steht seit der letzten Arbeit drin? Welche Hausaufgaben gab es? Welches Kapitel im Buch? Das Ergebnis ist eine Liste von fünf bis zehn Themen, und diese Liste ist die Grundlage für alles Weitere.

Wichtig ist auch die Art der Aufgaben. Eine Deutsch-Klassenarbeit über eine Redeanalyse verlangt etwas anderes als eine über Rechtschreibung, obwohl beide „Deutsch“ heißen. Schau in die letzte Arbeit: Wie waren die Aufgaben formuliert?

Schritt 2: messen statt schätzen

Nimm die Liste und geh sie einmal durch - zu jedem Thema eine Aufgabe, eine Frage oder eine Erklärung aus dem Kopf, ohne ins Heft zu schauen. Nicht länger als fünf Minuten pro Thema.

Das ist unangenehm, weil man dabei merkt, was man nicht kann. Genau deshalb funktioniert es: Die Selbsteinschätzung ohne diesen Test liegt fast immer daneben, und zwar in beide Richtungen. Man hält Themen für sicher, die es nicht sind, und schiebt Themen auf, die längst sitzen.

Am Ende hast du drei Stapel: sitzt, wackelig, gar nicht. Nur die letzten beiden kosten dich ab jetzt noch Zeit.

Schritt 3: üben, was fehlt

Für jedes Thema aus den beiden Stapeln gilt derselbe Ablauf: erst verstehen, dann anwenden, dann ohne Hilfe wiederholen.

  1. 1

    Verstehen

    Erklärung suchen - Heft, Buch, ein Erklärvideo, oder jemanden fragen. Ziel ist nicht, dass es einleuchtet, während du zuschaust. Ziel ist, dass du es danach selbst sagen kannst.
  2. 2

    Anwenden

    Eine Aufgabe derselben Art rechnen, mit Hilfsmitteln, ruhig langsam. Wenn du dabei bei jedem Schritt ins Beispiel schauen musst, ist es noch nicht verstanden - dann zurück zum ersten Punkt.
  3. 3

    Ohne Hilfe wiederholen

    Am nächsten Tag dieselbe Art von Aufgabe noch einmal, ohne alles. Erst wenn das klappt, ist das Thema erledigt. Der Abstand von einem Tag ist kein Ritual, sondern der Kern der Sache: Was man nach einer Pause wieder herholen kann, kann man auch in der Arbeit herholen.
  4. 4

    Karteikarten - aber richtig

    Für Vokabeln, Formeln, Jahreszahlen und Definitionen sind Karteikarten das beste Werkzeug, das es gibt, weil sie genau das Abrufen üben. Für Zusammenhänge taugen sie wenig: „Erkläre die Fotosynthese“ passt auf keine Karte. Dafür ist es besser, den Zusammenhang jemandem laut zu erklären.

Fächer sind verschieden - die Vorbereitung auch

  1. 1

    Mathe, Physik, Chemie

    Rechnen. Nichts anderes. Ein durchgelesener Rechenweg ist kein geübter Rechenweg. Alte Schulaufgaben sind hier am wertvollsten, weil die Aufgabentypen sich wiederholen.
  2. 2

    Deutsch, Englisch, Fremdsprachen

    Bei Analysen und Aufsätzen zählt die Form: Aufbau, Einleitung, Zitierweise. Schreib einmal eine ganze Aufgabe, nicht drei Gliederungen. Bei Vokabeln und Grammatik ist tägliches kurzes Abfragen jedem langen Block überlegen.
  3. 3

    Geschichte, Biologie, Erdkunde

    Hier hängt alles zusammen, und genau das wird geprüft. Statt Stichpunkte auswendig zu lernen: eine Zeitleiste oder ein Schaubild aus dem Kopf aufmalen und danach mit dem Heft abgleichen. Was fehlt, ist die Lücke.

Häufige Fragen

Wann sollte ich mit dem Lernen für eine Klassenarbeit anfangen?

+

Sobald der Stoffumfang bekannt ist, meist etwa eine Woche vorher. Wichtiger als der Startzeitpunkt ist die Verteilung: Vier kurze Einheiten über eine Woche sind besser als ein langer Nachmittag, weil zwischen den Einheiten etwas vergessen und wieder hergeholt wird - und dieses Herholen ist die eigentliche Übung.

Wie lerne ich, wenn ich den Stoff gar nicht verstanden habe?

+

Dann ist Üben der falsche Schritt. Such dir zuerst eine Erklärung - die Lehrkraft in der Sprechstunde, ein Erklärvideo, jemand aus der Klasse - und arbeite ein einzelnes Beispiel vollständig durch, bis du es selbst erklären könntest. Erst danach hat Üben einen Sinn.

Bringt es etwas, alte Klassenarbeiten zu rechnen?

+

Es ist die wirksamste einzelne Maßnahme, die es gibt. Aufgabentypen und Formulierungen wiederholen sich, und du übst dabei nebenbei die Zeiteinteilung. Am besten eine ganze alte Arbeit am Stück, mit Uhr, ohne Hilfsmittel - und danach jeden Fehler benennen.

Was hilft gegen Blackout in der Klassenarbeit?

+

Am meisten hilft, den Ernstfall vorher einmal geübt zu haben: eine ganze Aufgabe unter Zeit und ohne Hilfsmittel. Ein großer Teil dessen, was sich wie Blackout anfühlt, ist die ungewohnte Situation und nicht fehlendes Wissen. In der Arbeit selbst: mit der Aufgabe anfangen, die du sicher kannst - danach läuft es meistens.

Und wo Scooly hilft

Den zweiten Schritt - messen statt schätzen - macht Scooly für dich, und zwar laufend statt einmal. Du fotografierst den Stoffumfang oder das Arbeitsblatt ab, Scooly stellt dir dazu Aufgaben und merkt sich, was daneben ging. Am Ende steht kein Prozentwert, sondern ein Satz wie „Reaktionsgleichungen: zweimal derselbe Fehler, Koeffizienten vor der Formel geändert“. Damit weißt du, was die nächste halbe Stunde wert ist.

Ob Scooly für dein Problem überhaupt das richtige Werkzeug ist, steht im Vergleich mit ANTON, Knowunity und den anderen Lern-Apps - einschliesslich der Fälle, in denen eine andere die bessere Wahl ist.

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