Kurz gesagt
- Geh die Arbeit einmal durch und sortier jeden Fehler in drei Sorten: nicht gewusst, falsch verstanden, Flüchtigkeit.
- Die drei Sorten verlangen völlig verschiedene Reaktionen - deshalb ist das Sortieren wichtiger als das Berichtigen.
- Eine Arbeit ist selten das ganze Halbjahr. Was noch geht, weißt du erst, wenn du die Lehrkraft fragst.
Die halbe Stunde, die am meisten wert ist
Der Moment nach der Rückgabe ist der schlechteste, um die Arbeit anzusehen - da geht es um die Zahl oben rechts. Nimm sie am nächsten Tag noch einmal vor, in Ruhe, und geh sie Aufgabe für Aufgabe durch.
Bei jedem Fehler entscheidest du nur eine Sache: Warum ist er passiert? Es gibt dafür im Wesentlichen drei Antworten, und sie führen zu drei völlig verschiedenen Konsequenzen. Wer das nicht trennt, zieht aus jeder schlechten Arbeit denselben nutzlosen Schluss - „nächstes Mal mehr lernen“ - und der trifft in zwei von drei Fällen nicht zu.
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Nicht gewusst
Das Thema war nicht gelernt oder nicht verstanden. Das ist die einzige Sorte, gegen die tatsächlich Lernen hilft - und die einzige, die man vor der nächsten Arbeit noch braucht, weil Themen aufeinander aufbauen. - 2
Falsch verstanden
Du konntest das Thema, aber nicht die Aufgabe: Fragestellung überlesen, „nennen“ statt „erklären“, die falsche Größe gesucht. Dagegen hilft kein Lernen, sondern Übungsaufgaben in fremder Formulierung - und in der Arbeit die Angewohnheit, das Verb in der Aufgabenstellung zu unterstreichen. - 3
Flüchtigkeit und Zeit
Vorzeichen, abgeschriebene Zahl, halbe Aufgabe vergessen, letzte Seite nicht geschafft. Dagegen hilft ausschließlich der Ablauf: früher anfangen mit dem Durchsehen, Zeit einteilen, am Ende fünf Minuten zum Nachschauen. Mehr Stoff zu lernen ändert daran gar nichts.
Was mit der Note selbst noch geht
Hier ist der ehrliche Teil: Eine geschriebene Arbeit wird man in der Regel nicht mehr los. Was es gibt, sind ein paar Wege drumherum - und die Regeln dafür unterscheiden sich je nach Schule und Bundesland, weshalb hier nur steht, wonach man fragen kann.
- 1
Punkte nachrechnen
Zusammenzählen ist Handarbeit, und Rechenfehler kommen vor. Zähl die Punkte nach und prüf, ob eine Teilaufgabe übersehen wurde. Das ist der einzige Weg, der eine Note wirklich noch ändert, und er wird fast immer unbürokratisch erledigt. - 2
Berichtigung, auch wenn keine verlangt wird
Wenn eine Berichtigung verlangt wird, ist sie eher lästig - schreib sie trotzdem selbst und nicht von der Tafel ab, sonst ist es reines Abschreiben. Und wenn keine verlangt wird, lohnt sie sich für die Aufgaben der Sorte „nicht gewusst“ trotzdem. - 3
Die Lehrkraft fragen, was fehlt
Nicht „warum habe ich nur so wenig“, sondern: „Woran lag es hauptsächlich, und woran soll ich bis zur nächsten Arbeit arbeiten?“ Diese Frage bekommen Lehrkräfte selten gestellt, und sie wird fast immer ausführlich beantwortet. - 4
Was noch in die Note eingeht
Eine Arbeit ist selten das ganze Halbjahr - dazu kommen weitere Arbeiten, die mündliche Mitarbeit und je nach Fach Tests oder Referate. Beim Notenschluss zählt der Gesamteindruck; eine einzelne Arbeit entscheidet ihn nur, wenn nichts anderes danebensteht.
Was nicht hilft
- 1
„Nächstes Mal fange ich früher an“
Der Vorsatz ohne Inhalt. Er hält bis zur nächsten Ankündigung und ändert nichts, weil er nicht sagt, WAS man früher anfangen soll. Ein Satz wie „ich rechne bis Freitag drei Aufgaben zu den Gleichungen“ ist kleiner und hält länger. - 2
Die Arbeit wegräumen
Verständlich und teuer. Die Fehler wiederholen sich fast immer, und zwar in der nächsten Arbeit im selben Fach - sie sind in der Regel nicht zufällig, sondern hängen an zwei oder drei Themen. - 3
Alles auf einmal aufholen
Nach einer schlechten Arbeit den ganzen Stoff des Halbjahres nachzuholen scheitert am Wochenende. Nimm die zwei Themen, die in der Arbeit am meisten Punkte gekostet haben, und lass den Rest liegen. - 4
Den Zettel zu Hause verschwinden lassen
Er taucht spätestens beim Elternsprechtag wieder auf, und dann geht es nicht mehr um die Note, sondern darum, dass du es verschwiegen hast. Selbst sagen ist unangenehm für zehn Minuten; das andere ist es für Wochen.
Häufige Fragen
Kann man gegen eine Note Einspruch einlegen?
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Formale Wege gibt es, sie unterscheiden sich aber je nach Bundesland und Schulform, und sie sind für offensichtliche Fehler gedacht - nicht dafür, dass eine Bewertung streng ausfiel. Der erste Schritt ist immer derselbe: die Punkte nachrechnen und die Lehrkraft ruhig fragen, wie eine Aufgabe bewertet wurde. Das klärt fast alles, was zu klären ist.
Wie sage ich es meinen Eltern?
+
Am selben Tag, von dir aus, und mit einem Satz dazu, was du daraus liest: „Ich habe eine Vier geschrieben, es lag an den Gleichungen, die gehe ich mit …durch.“ Das verschiebt das Gespräch von der Note auf den Plan - und das ist die einzige Verschiebung, die dir tatsächlich hilft.
Was ist eine Berichtigung und muss ich sie machen?
+
Die Berichtigung ist das Nachschreiben der falschen Aufgaben mit der richtigen Lösung. Ob sie Pflicht ist, entscheidet die Lehrkraft; verlangt wird sie oft. Nützlich ist sie nur, wenn du sie selbst löst - eine von der Tafel abgeschriebene Berichtigung ist eine Schreibübung.
Wie hole ich eine Fünf wieder rein?
+
Über das, was danach noch kommt: die nächste Arbeit, die mündliche Note, je nach Fach Tests oder ein Referat. Es lohnt sich, früh zu fragen, ob es eine Möglichkeit gibt, etwas zusätzlich zu machen - manchmal gibt es eine, und sie ist nach dem Notenschluss weg. Was fachlich zu tun ist, steht in der Arbeit: die zwei Themen mit den meisten verlorenen Punkten.
Ich verstehe nicht, warum ich so wenig Punkte bekommen habe.
+
Dann frag nach - das ist ausdrücklich vorgesehen und keine Beschwerde. Nimm die Arbeit mit und lass dir an einer konkreten Aufgabe zeigen, was zur vollen Punktzahl gefehlt hätte. Dabei kommt oft heraus, dass es an der Form lag: fehlende Begründung, kein Rechenweg, ein Beispiel zu wenig - lauter Dinge, die man beim nächsten Mal einfach macht.

Und wo Scooly hilft
Scooly merkt sich, welche Themen bei dir danebengehen, und bringt sie vor der nächsten Prüfung von selbst wieder - genau das, was man von Hand nach zwei Wochen nicht mehr weiß. Die Themen aus der zurückgegebenen Arbeit kannst du als Material anlegen; die Aufgaben dazu kommen dann so lange wieder, bis sie sitzen.
Ob Scooly für dein Problem überhaupt das richtige Werkzeug ist, steht im Vergleich mit ANTON, Knowunity und den anderen Lern-Apps - einschliesslich der Fälle, in denen eine andere die bessere Wahl ist.

