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Für eine Deutsch-Klassenarbeit lernen

Deutsch ist das Fach, in dem Lernen am wenigsten nach Lernen aussieht - es gibt kaum etwas auswendig zu können. Geprüft wird eine FORM: eine Analyse, eine Erörterung, eine Interpretation. Und eine Form lernt man nicht, indem man über sie liest, sondern indem man sie einmal ganz schreibt.

Lesezeit

4 Minuten

Thema

Deutsch

Von

Scooly

Deutsch

Kurz gesagt

  • Zuerst klären, welche Aufsatzart drankommt - danach richtet sich alles.
  • Einmal einen ganzen Aufsatz schreiben schlägt fünf Gliederungen.
  • Die Zeiteinteilung in der Arbeit üben: Lesen, Planen, Schreiben, Prüfen sind vier Blöcke.

Die Aufsatzart ist die halbe Note

Eine Sachtextanalyse, eine Gedichtinterpretation und eine erörternde Stellungnahme verlangen völlig verschiedene Texte. Wer den Inhalt beherrscht, aber die falsche Form schreibt, verliert mehr Punkte als jemand, der weniger zu sagen hat und die Form trifft.

Deshalb ist die erste Frage nicht „welcher Text kommt dran“, sondern „was soll ich damit machen“. Steht es nicht in der Ankündigung, sieh in die letzte Arbeit: Wie war der Arbeitsauftrag formuliert? „Analysieren Sie“, „Erörtern Sie“, „Interpretieren Sie“ - das sind drei verschiedene Aufgaben.

Zu jeder Form gehört ein Aufbau, den man kennen muss und der sich nicht ändert: Einleitung mit den Eckdaten, Inhaltsangabe im Präsens, Hauptteil nach Aspekten geordnet, Schluss ohne neue Behauptung. Diesen Aufbau kann man tatsächlich auswendig können, und er ist das Einzige in Deutsch, wo Auswendiglernen sich lohnt.

Einmal ganz schreiben schlägt fünfmal gliedern

Gliederungen zu üben ist beliebt, weil es schnell geht. Es übt aber genau den Teil, der in der Arbeit am wenigsten Zeit kostet. Alles, was schwierig ist - Formulierungen finden, Zitate einbauen, Übergänge, nicht ins Nacherzählen rutschen -, passiert erst beim Ausformulieren.

  1. 1

    Einen vollständigen Aufsatz, unter Zeit

    Nimm einen Text derselben Art und schreib die ganze Arbeit, mit Uhr. Das ist anstrengend und es ist die einzige Übung, die die Sache wirklich trifft. Einmal reicht, wenn du danach ehrlich draufschaust.
  2. 2

    Danach mit der Lehrkraft-Brille lesen

    Wo erzählst du nach, statt zu analysieren? Wo steht eine Behauptung ohne Beleg? Wo fehlt der Übergang? Diese drei Fragen finden fast alle Punktabzüge, die es in Deutsch gibt.
  3. 3

    Zitieren üben, es kostet sonst Punkte

    Zeilenangabe, Anführungszeichen, der eigene Satz drumherum, der grammatisch aufgeht. Das sind Handgriffe, keine Erkenntnis - und sie werden bepunktet. Zehn Zitate einzubauen dauert zwanzig Minuten und ist verlässlich Wert.
  4. 4

    Fachbegriffe griffbereit haben

    Metapher, Anapher, rhetorische Frage, Personifikation - dafür sind Karteikarten ausnahmsweise das richtige Werkzeug, weil es hier tatsächlich um Abrufen geht. Wichtig ist der zweite Teil: nicht nur der Name, sondern wozu das Stilmittel im Text dient.

Die Zeit in der Arbeit ist das eigentliche Problem

In Deutsch scheitern die meisten nicht am Können, sondern daran, dass der Schluss fehlt oder hingehauen ist. Der Text war zu ausführlich angefangen und die Uhr lief.

  1. 1

    Vier Blöcke, vorher festgelegt

    Bei 90 Minuten etwa: 15 Lesen und Markieren, 15 Planen, 50 Schreiben, 10 Prüfen. Die Zahlen darf jeder für sich anpassen - entscheidend ist, dass sie vorher feststehen und du beim Schreiben auf die Uhr siehst.
  2. 2

    Die zehn Minuten am Ende nicht streichen

    Sie sind die produktivsten der ganzen Arbeit: fehlende Zeilenangaben, halbe Sätze, Rechtschreibung. Wer bis zur letzten Sekunde schreibt, gibt einen Text ab, den niemand gelesen hat.
  3. 3

    Lieber ein kürzerer, fertiger Text

    Ein vollständiger Aufsatz mit knappem Hauptteil wird besser bewertet als ein ausufernder ohne Schluss. Die Form ist der Maßstab, nicht die Länge.

Häufige Fragen

Wie lernt man für eine Deutsch-Klassenarbeit, wenn es nichts auswendig zu lernen gibt?

+

Indem man die Form übt statt Inhalte. Konkret: den Aufbau der geforderten Aufsatzart können, einmal einen vollständigen Aufsatz unter Zeit schreiben, die Fachbegriffe abrufbar haben und das Zitieren als Handgriff beherrschen. Das ist Lernstoff - er sieht nur nicht wie welcher aus.

Was ist der Unterschied zwischen Analyse und Interpretation?

+

Eine Analyse beschreibt, WIE ein Text gemacht ist: Aufbau, Sprache, Stilmittel, Argumentation. Eine Interpretation geht einen Schritt weiter und deutet, WAS das bedeutet und welche Wirkung es hat. In der Praxis verlangen die meisten Aufgaben beides - die Analyse als Grundlage, die Deutung als Ertrag. Was gemeint ist, steht im Operator der Aufgabenstellung.

Wie viele Zitate braucht ein Aufsatz?

+

Es gibt keine Zahl, aber eine Regel: Jede Behauptung über den Text braucht einen Beleg. Wer schreibt „der Autor erzeugt Spannung“, muss zeigen, woran man das sieht. Praktisch führt das meist auf ein Zitat je Absatz im Hauptteil.

Wie verbessere ich meine Rechtschreibung kurzfristig?

+

Kurzfristig gar nicht, aber Punkte retten kann man: Die letzten zehn Minuten gezielt auf die eigenen Standardfehler durchsehen - jeder hat drei bis vier, die immer wiederkommen. Schreib dir die aus der letzten Arbeit auf und such in der nächsten genau danach. Das bringt mehr als jedes Rechtschreibtraining in der Woche davor.

Und wo Scooly hilft

Für Deutsch ist Scooly kein Aufsatzgenerator, und das ist Absicht - ein Text, den du nicht geschrieben hast, übt nichts. Was Scooly kann: dir zu deinem eigenen Text Rückmeldung geben, nach Aufbau, Sprache und Beleg getrennt. Und die Fachbegriffe als Karteikarten aus dem, was ihr im Unterricht hattet, statt aus einer fremden Liste.

Ob Scooly für dein Problem überhaupt das richtige Werkzeug ist, steht im Vergleich mit ANTON, Knowunity und den anderen Lern-Apps - einschliesslich der Fälle, in denen eine andere die bessere Wahl ist.

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